Dienstag, 31. Mai 2011

Grundlagen für das Geschichten erzählen

Geschichten erzählen – damit ist natürlich nicht das mündliche Weitergeben von Storys gemeint, sondern wie Sie als Schriftsteller dabei vorgehen, eine Erzählung niederzuschreiben. Geschichten erzählen Sie aber dennoch – nämlich dann, wenn ein Bücherwurm eines Ihrer schriftstellerischen Werke liest. Über wichtige Basiselemente verfügt jede Story, die im Folgenden näher erläutert werden, so dass Sie als Autor fähig sind, ergreifende Geschichten erzählen zu können.


Der wichtigste Moment im Leben der Hauptfigur

Sobald Sie Geschichten erzählen, hat die jeweilige Story stets im wichtigsten Moment im Leben der Hauptfigur stattzufinden. Folglich bedeutet das für Sie als Schriftsteller, es Ihrem Protagonisten nie zu leicht zu machen. Grundlegend gilt: Eine Begebenheit ist nicht erzählenswert, wenn sich Ihre Hauptfigur nicht in der größten Krise des Lebens befindet. Legen Sie Ihrem Akteur Steine in den Weg, konfrontieren Sie ihn stetig mit Ärgernissen, fordern Sie ihn heraus. Ihre Hauptfigur muss gezwungen werden, den Lauf der Handlung signifikant zu ändern.

Der Protagonist will sein Ziel unbedingt erreichen

Wenn Sie Ihre Geschichte erzählen, beachten Sie dabei, dass Ihr Protagonist unter allen Umständen gewillt sein muss, sein Ziel zu erreichen. Und das Erreichen jenes Ziels soll aber unmöglich erscheinen – lassen Sie den Dingen deshalb freien Lauf und „beobachten“ Sie, wie Ihr Held die erschwerten Situationen meistert. Stellen Sie eine Ausweglosigkeit beim Geschichten erzählen dar, bis Ihre Hauptfigur auf eine zündende Idee kommt und die letzten Kräfte mobilisiert, um das angestrebte Ziel doch noch zu erreichen. Zeigen Sie dabei immer auf, wie der Protagonist auf Situationen und erschwerten Bedingungen reagiert. Denken Sie als Schriftsteller daran, dass Ihr Held das Rückgrat der Story bildet, sobald Sie Ihre Geschichte erzählen.

Dramatik in die Story bringen - äußere und innere Konflikte beim Geschichten erzählen

Eine Story wird kaum funktionieren, wenn es keine inneren oder äußeren Konflikte zu lösen gibt. Rufen Sie also einen Antagonisten auf den Plan und lassen Sie diesen Ihrem Protagonisten gegenübertreten. Solch ein Antiheld kann ein sabotierender falscher Freund, ein böser Schurke, ein Virus oder einfach etwas unheimlich Bedrohendes sein. Ebenso sind innere Dämonen wichtig, mit denen Ihr Akteur zu kämpfen hat. Zeigen Sie beim Geschichten erzählen jedoch auf, wie derart innere Konflikte gelöst werden – lassen Sie Ihre Leser spüren, wie der Held seine Ängste überwindet. Zeigen Sie auf, wie dramatisch die Situationen sind.

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Kommentare:

  1. Bin duch Zufall auf deinen Blog gestossen und bin begeistert. Als leidenschaftliche Hobby-Schriftstellerin ist das hier für mich eine tolle Quelle für Tipps und Ideen. :-)

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  2. Hallo Arzu,

    vielen Dank für deinen Kommentar :). Ich freue mich, dass ich dir mit meinen Blogbeiträgen bezüglich "Storys schreiben" weiterhelfen kann :)

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  3. ...auch von mir ein herzliches Dankeschön für die schnörkellosen und sachlichen Informationen:-)

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